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Behandlung der Bienen

 

Seit Jahren kämpfen wir Imker in Deutschland (und fast der ganzen Welt) mit einem Parasit, welcher unserer Honigbiene zu schaffen macht, sogar ganze Völker auslöschen kann: der Varroamilbe. Dieser Quälgeist ist heutzutage in allen Bienenvölkern zu finden und ohne eine Behandlung durch den Imker würde die Biene den Kampf mit der Milbe verlieren.

Nachdem über die Jahre verschiedene Behandlungsmittel zur Anwendung kamen, die teilweise Rückstände im Wachs hinterließen und gegen das die Milben mit der Zeit resistent wurden, werden die Bienenvölker heutzutage nach der Honigernte mit Ameisensäure behandelt. Die erste Behandlung erfolgt Ende Juli / Anfang August entweder mit der "Schwammtuch-Methode" oder mit dem "Nassenheider Professional Verdunster". Die herunterfallenden toten Milben werden mittels einer unter das Bienenvolk gelegten Unterlage (Windel) bei allen Behandlungen kontrolliert, um den Behandlungserfolg festzustellen.

Sollte die erste Behandlung nicht ausreichend Erfolg erzielen, kann eine zweite Behandlung ca. 4 Wochen später durchgeführt werden. Hier und da erfolgt eine so genannte "Reinvasion" der Milbe durch andere Völker.

Falls erforderlich, kann im Dezember eine einmalige Behandlung mit Oxalsäure erfolgen. Dazu müssen die Völker brutfrei sein und eine Außentemperatur von über 3° C muss herrschen. Mit diesen Behandlungsmethoden gibt es nur noch geringe Winterverluste durch die Milbe.

Beide Behandlungsmittel hinterlassen keine Rückstände im Wachs.